Erlebtes bei unseren Veranstaltungen


Führung durch das ehemalige Kasernengebiet Broitzem

Dieter Heitfuß, langjähriger Heimatpfleger von Broitzem, infomierte zunächst über die Anfänge (1915/16) des Broitzemer Fliegerhorstes bis zur kriegsbedingten Auflösung im April/Mai 1945. Eine ganz unterschiedliche Entwicklung nahm diese Einrichtung ein, ist doch die Anlage vor den Toren der Stadt Braunschweig während des Ersten Weltkrieges allein für militärische Zwecke angelegt worden - auf dem nördlichen Gebiet des Dorfes Broitzem (heute Donauviertel). Einbezogen ins deutschen Flugliniennetz (1919), diente der Platz ab 1924 dann der zivilen Luftfahrt. Bedeutsam war für die "Stadt der Flieger", dass die Deutsche Verkehrsfliegerschule (Zentrum der deutschen Pilotenausbildung) im Jahr 1929 von Berlin-Staaken nach hier verlegt wurde. 1929/30 fanden sich bei Großflugschauen zehntausende Besucher/innen aus der gesamten Harz-Heide-Region im Süden der damaligen Landeshauptstadt Braunschweig ein. Nach der NS-Machtergreifung übernahm 1934 das Reichsluftfahrtministerium die Anlagen, sodass diese der zivilen Luftfahrt nicht mehr zur Verfügung standen. Neue Kasernenanlagen wurden ab 1935 auf dem erweiterten Areal erbaut. Sechs "Offiziershäuser" von 1940 (heute Pregelstraße/Emsviertel) fallen allen auf, die zum BAB-Anschluss oder von dort in die Weststadt unterwegs sind.
In der schwierigen Nachkriegszeit galt es überall vor allem, die schlechte Ernährungs- und Wohnsituation zu beheben. Die Straße "An den Gärtnerhöfen" erinnert daran, dass große Teile des Rollfeldes für Schrebergärten, Felder und auch für Notunterkünfte (Baracken) genutzt wurden. Die Stadt Braunschweig verpachtete die umgepflügten auf dem ehemaligen Rollfeld befindlichen Ländereien mit jeweils etwa 15 Morgen (= rund 4 Hektar) an Landwirte, die darauf Gemüse anbauen sollten, und zwar für dle Versorgung von Großküchen und Wochenmarktbeschickern. - Im "Kasernengebiet" fanden "Nichtdeutsche Flüchtlinge" zumeist aus Mittelosteuropa (Polen u.a.) im von der Kernstadt Braunschweig getrennten Areal - unter Aufsicht der britischen Militärregierung - eine neue vorläufige Bleibe. Bis Ende 1958/59 lebten in den Gebäuden (mit einer Schule, Läden, Kirchenaum etc.) zeitweise etwa 3.000 Personen - zuletzt noch 900. Anfang der 1960er Jahre zog im weitaus größten Neubaugebiet der Stadt der überwiegende Teil der "Kasernenbewohner" um, und zwar in die unmittelbare Nachbarschaft (Am Wasserkamp, Am Queckenberg, Möhlkamp, nördliche Donaustraße) in modern ausgestattete neue Wohnungen. - Seit den 1980/1990er Jahren wurden mehrere Ämter, der Kulturpunkt West (KPW), THW, Schützenverein Belfort, die Freie Waldorfschule u.a. auf dem frei gewordenen Kasernengelände angesiedelt.
Von den 23 Teilnehmenden an der Führung berichteten einige Zeitzeugen über eigene Erlebnisse, die sie mit dem Rundgang verbanden, so dass sich in kleinen Gruppen spontan ein Gedankenaustausch entzündete. An Fotos und Karten verdeutlichte Dieter Heitefuß, Vorsitzender des Braunschweigischen Landesvereins für Geschichte - Heimat - Natur, wie sich das Gebiet des einstigen Flugplatzes in den Jahrzehnten darstellte.
Angeboten wurde im Rahmen des Führung sowohl die Zeitschrift "Braunschweigische Heimat" (u.a. Fotoberichte: Flugplatz Broitzem) als auch das 2020 vom ehemaligen TU-Professor Dr. Dietrich Hummel veröffentliche Buch " Der Flugplatz Braunschweig-Broitzem - Fliegerhorst - Flugplatz - Flughafen - Flugschule". Auf über 200 Seiten sind detaillierte Fakten mit zahlreichen Fotos und Skizzen zusammengestellt. Das Buch ist im Buchhandel erhältlich, ebenso im Nachbarschaftszetrum (NBZ), Elbestraße 45 Preis von 19,95 €. Text von Edmund Heide und Dieter Heitefuß, Foto von Heiko Krause.


Konzerterlebnis auf einem Bauernhof in Mascherode

In der Corona-Zeit war es nicht möglich, die Abstands- und Hygieneregeln vor der Dorfkirche einzuhalten. Daher baten wir Landwirt Heinrich Pape, seinen Hof für das diesjährige Sommerkonzert nutzen zu können. Somit fand die "Italienische Nacht" auf einem "deutschen" Bauernhof statt. Musikdirektor Johannes Rieger leitete das mit vorgeschriebenem Abstand sitzende Orchester des Nordharzer Städtebundtheaters Halberstadt/Quedlinburg. Für die 170 zugelassenen Besucher lieferte er die historische Einbettung der ausgewählten Kompositionen und vermittelte damit ein besonderes Verständnis für die italienische Oper. Nach der Pause begeisterten die Solisten im italienischen Kontext, jedoch auch in deutscher Sprache, mit Titeln aus den 1960er-Jahren. Die Französin Bénédicte Hilbert (Sopran), der Koreaner Max An (Tenor), der Niederländer Gijs Nijkamp (Baß) und der Finne Juha Koskela (Bariton) sangen zum Beispiel den Titel „Zwei Gitarren am (Mittel-)Meer“. – Ein Länder übergreifender Musikbogen!
Organisatorisch war die Veranstaltung durch die evangelische Männerrunde, teilweise mit Unterstützung ihrer Frauen, und die Wasserbrüder bestens betreut. Nach Rücksprache mit der Ortsfeuerwehr, dem Kirchenvorstand sowie dem Gesundheits- und Bauordnungsamt der Stadt Braunschweig vermittelten die Abstandsregelungen beim Einlass und bei der Sitzanordnung sowie durch personalisierte Eintrittskarten, Desinfektionsspender am Tor und desinfizierte Stühle allen die notwendige (Corona-)Sicherheit.
Während des Konzertes, Foto von Karsten Mentasti.


Mohnblütenfahrt nach Germerode am Hohen Meißner

Unsere Exkursion 2020 während der Corona-Pandemie konnte Vorsitzender Dieter Heitefuß mit 26 Teilnehmern durchführen. Bereits gegen Ende des Jahres 2019 geplant, konnte er Anfang März 2020 verkünden, dass der Reisebus mit 48 Personen ausgebucht war. Anfang Juni 2020 nach Bekanntgabe der Sicherheitsmaßnahmen für Reisebusfahrten begannen die Absagen. Schließlich blieb etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer übrig. Der Vereinsvorstand beschloss, die Mehrkosten zu übernehmen, weil der Fahrpreis für einen vollbesetzten Bus kalkuliert war. Egal, ob Vereinsmitglied oder nicht, alle Teilnehmer konnten davon profitieren.
Bereut hat dieses Unternehmen niemand, denn dieser Tag bescherte uns Sonnenschein und perfekte Dienstleistungen des Landwirtes und Gastronomen Björn Sippel vom Restaurant und Hotel Meißnerhof. Nach rund 2 Stunden Busfahrt über Autobahn und Landstraße erreichten wir Germerode. Bis 11.00 Uhr hatten wir genügend Zeit, um und den gut informierenden Film über Schlafmohnanbau (38 ha) und Tourismus im "Frau Holle Land" anzuschauen. Pünktlich um 12.00 Uhr stiegen wir auf die beiden Planwagen und fuhren durch das Dorf zu den Mohnfeldern östlich des Ortes. Als wir auf einer Hochebene ankamen, präsentierte sich die Landschaft über dem Werrabergland mit reifen Gersten- und dazwischen Schlafmohnfeldern, aber auch Sommerblumenfeldern in voller Blütenpracht. Zweimal durften wir von den Planwagen, den "Mohnschecken" absteigen, um die Felder aus der Nähe zu genießen. An diesen Stellen könnte man stundenlang verweilen, die Anblicke waren ein Hochgenuss für Auge und Seele.
Das anschließende Mittagessen im Saal in einer Runde "ohne Nasen- und Mundschutz" war bestens vorbereitet, jeder war mit seiner Essenauswahl zufrieden. Die meisten Fahrtteilnehmer nahmen an der Besichtigung des ehemaligen Klosters Germerode teil, anschließend verweilten wir noch ein Stündchen im Kräutergarten. Eine kurze Wanderung durch den Ort führte und wieder zum Meißnerhof zu Kaffee und Kuchen, einem Eis oder zu erfrischenden Getränken. Um 17.30 Uhr traten wir zur Rückreise an. Die Autobahn war fast leer, so dass wir bereits um 19.30 Uhr in Braunschweig ankamen.
Foto: Auf dem Sommerblumenfeld.

Hier weitere Bilder.


Vorweihnachtliche Stunde

Die ev.-luth St. Pauli Kirche in Braunschweig - im östliches Ringgebiet - ist von einer großzügigen Freifläche umgeben. Die 1906 eingeweihte Kirche erhielt in der Nacht 14./15.10.1944 einen Bombentreffer, der hochaufragende schlanke Turmhelm und eine Giebelfläche wurden nicht wieder hergestellt. Das schöne Mosaikbild über der Eingangstür blieb erhalten, es zeigt Christus als Weltenrichter. Im Inneren beeindruckte sogleich das hohe, weitgespannte Gewölbe und die bemerkenswert gute Akustik. Die ursprüngliche Ausmalung von Adolf Quensen ist inzwischen zwei Mal übermalt, die Mosaike im Altarraum erfreuen noch heute die Gläubigen. Eine besinnliche Stunde - mit zwei Pastören - gab einen guten Ausblick auf das kommende Weihnachtsfest.
Die Besuchergruppe vor der Kirche, Foto von Christian Drescher.


Braunkohlwanderung von der Schunterquelle bei Räbke zur Waldgaststätte Heinrichsruh

Es herrschte Sonnenschein, die Temperatur lag etwas unter null Grad, als wir uns auf dem Parkplatz am Waldrand gegenüber des stillgelegten Gasthauses "Zur Schunterquelle" trafen. Der Boden war angefroren, sozusagen "ideal zum Wandern". Wir machten einen kurzen Spaziergang zur Quelle der Schunter (südwärts über die Straße hinweg). Der Wegweiser "Schunterquelle" zeigte uns den Weg über eine Brücke Hinweg zum Informationsstand. Dieser enthält nicht nur Fotos mit Erklärungen über Natur und Geologie, sondern auch eine Landkarte mit dem gesamten Flusslauf von der Quelle bis zur Mündung in die Oker bei Walle. Von diesem Startpunkt aus begaben wir uns auf den Wanderweg am Elmrand entlang in nördliche Richtung bis zur Landstraße Lelm-Langeleben. Am Rand der Straße, eingebettet im Wald, befindet sich die Waldgaststätte "Heinrichsruh". Das dortige Braunkohlessen war sehr schmackhaft und reichlich, dazu wurden Getränke gereicht - wir saßen in netter Runde gemütlich beisammen. Bald machten wir uns wieder auf den Weg und wanderten auf der selben Route zurück zum Parkplatze.
Die Fotocollage zeigt links die Wandergruppe vor der Schunterquelle oberhalb von Räbke und rechts "Bessere Sicht" in die Landschaft von eínem Jägerstand am Waldrand.


Besuch der Sternwarte Hondelage

Mit Bildern und Filmen erfolgte die "Einführung in die Sternkunde" - alle waren begeistert von den gut verständlichen Erklärungen über unser Sonnensystem mit den Planeten. Die Veränderung der Schräglage unseres Planeten zur Sonne im Laufe der Jahrtausende und vieles mehr waren die Themen. In der Kuppel der Sternwarte besichtigten wir das Spiegelteleskop, es hat 500 mm Öffnung und 5.000 mm Brennweite. Leider konnten wir wegen des bewölkten Himmels keine Beobachtungen vornehmen, auch der Vollmond blieb verdeckt.
Zum Foto: Die Computersteuerung dient zum Anwählen eines Sternenhimmel-Objektes, das Spiegelteleskop wird dann exakt in die Beobachtungsposition gebracht.


Flüge über Braunschweig - von den 1950er Jahren bis heute

Welcher Wandel in dieser Zeitspanne geschah, veranschaulichte Dieter Heitefuß mit vielen Luftbildern. Die Gegenüberstellungen - "wie sah es damals aus" zu "wie sieht es heute aus" - erforderten viel Geschick zum Aufnahme der neuen Bilder. Pilot Siegfried Starke musste jedesmal Anflugwinkel und Anflughöhe schon sehr genau treffen, um die Vergleichsaufnahmen möglich zu machen.
Immer wieder gab es Erstaunen der Zuschauer/innen über die Veränderungen, hier einzelne Beispiele: Hamburger Straße Ecke Ring, Hamburger Straße in Höhe Schützenplatz, Gifhorner Straße Ecke Schmalbachstraße, Gifhorner Straße Ecke Hansestraße, Hansestraße mit Hafen Veltenhof.
Hier ein Teil der Cellerstraße, früher mit der Zuckerfabrik Eichtal. Das rot markierte Wohnhaus dient der Orientierung.


Wanderung durch das Reitlingstal im Elm

Bei allerschönstem Wetter haben wir mit einer großen Zahl interessierter Menschen den östlichen Teil des Reitlingstals im Elm erwandert. Dabei war Wissenswertes über die Flora sowie über die Geologie und Entstehung des Reitlingstals zu erfahren. Zunächst ging es zum Quellgebiet der Wabe (der sogenannte "Hölle"), wo allerdings nach dem trockenen Sommer statt sprudelnden Wassers nur etwas Matsch zu sehen war. Anschließend ging es entlang eines Hangs im Grenzbereich zwischen Buntsandstein und Muschelkalk vorbei an einigen Erdfälllen zur "Teufelsküche". In diesem Erdfall kann man, wenn es zuvor Regen gegeben hat, einen Bach im Erdreich verschwinden sehen - es handelt sich um eine Bachschwinde. Am Waldrand ging es schließlich mit schönem Ausblick ins Tal zurück zum Parkplatz an der Gaststätte Reitling.
Auf dem Foto: Dr. Stefanie Bucher-Pekrun bei anschaulicher Erläuterung.


Sommerkonzert „Italienische Nacht“ vor der Mascheroder Dorfkirche

Das Nordharzer Städtebundtheater präsentierte Opernarien und Kanzonen auf dem Kirchhof unter der Lutherlinde. Die Besucher erlebten das Orchester unter der Leitung von Musikdirektor Johannes Rieger, anfangs mit Werken aus der klassischen Oper. Ausgesuchte Melodien von Verdi, Rossini und Puccini begeisterten. Solisten aus dem Ensemble des Halberstädter Theaters: Bénédicte Hilbert (Sopran), Gerlind Schröder (Mezzosopran), Max An (Tenor), Juha Koskela (Bariton), Gijs Nijskamp (Bass) vermittelten einen unmittelbaren Eindruck vom Reichtum des italienischen Opernschaffens. Besonders im zweiten Teil des Abends sprang der Funke der Begeisterung auf die 350 Besucher über. Die Musiker erinnerten an das Lebensgefühl vieler Deutscher in den 1960er-Jahren. Die Sehnsucht nach Italien drückten sie u. a. mit dem Lied von den Capri-Fischern aus. Schließlich gipfelte das Konzert mit dem "O sole mio ..." - Das bei einsetzendem Mondschein!


Kulturhistorische Radtour: Wahle, Vechelade, Fürstenau, Sophiental - und was Herzogin Elisabeth Sophie Marie damit zu tun hat

Nach einem kurzen PowerPoint-Vortrag Dr. Hartmut Hoppenworth ging es mit gut 55 Radler/innen auf weitgehend naturnahen Wegen abseits des Straßenverkehrs durch die abwechslungsreiche Natur- und Kulturlandschaft des Vechelder Umlandes. Die Orte Vechelde, Vechelade, Wahle, Fürstenau und Sophiental wurden erkundet. Sie sind in besonderer Weise mit dem Herzogtum Braunschweig und speziell mit Herzogin Elisabeth Sophie Marie (1683-1767) verbunden. Die Ehefrau von Herzog August Wilhelm, die ab 1712 das Schloss in Vechelde bewohnte und erweitern ließ, entwickelte eine rege Bautätigkeit, die zur Gründung von Vechelade, Fürstenau und Sophiental führte.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tour war, wie sich das dörfliche Leben und die Landschaft im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Die Verkoppelungs- und Separationsverfahren des 19. Jahrhunderts im Zuge der Bauernbefreiung haben das Landschaftsbild grundlegend verändert und die Industrialisierung und die demographische Entwicklung führten in den letzten 100 Jahren zu einem maßgeblichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Wandel auf dem Lande und in den Dörfern.
Auf dem idyllisch am Waldrand gelegenen Grillplatz von Sophiental klang bei Sonnenschein, das Wetter war wesentlich besser als erwartet, mit Wein, Wasser, Saft und guten Gesprächen die Fahrradtour aus, bevor es durch das Fürstenauer Holz zurück nach Wahle ging.


Busfahrt nach Minden und zum Wasserstraßenkreuz

Die Besichtigung des Domes stand als erstes auf dem Programm. Interessant war zusätzlich ein Besuch des Kreuzgang-Innenhofes an der Südseite des Domes. Diesen fanden wir nach sehr freundlicher Auskunft eines Mindener Bürgers, der uns dort hinführte. Der Innenhof mit Brunnen und schön blühenden Anpflanzungen steht dem Alten- und Pflegeheim St. Michaelishaus zur Verfügung, Interessenten wird der Zugang gestattet. Bei dem schönen Wetter machten wir einen Gang durch die umgebende Altstadt. Dem Mittagessen im "Restaurant Schiffmühle" folgte ein kurzer Fußweg zum Schiffsanleger "Weserpromenade". Mit dem Fahrgastschiff "Helena" fuhren wir weserabwärts, der Kapitän erklärte ausführlich über Lautsprecheranlage die beidseitig am Weserufer zu sehenden Objekte. Nach unterqueren der "Kaiserbrücke" erblickten wir die "alte Mindener Fischerstadt", hinter einer vor Hochwasser schützenden Schutzmauer ist diese historische Uferbebauung giebelseitig zur Weser neu gestaltet worden. Nach etwa einer halben Stunde erreichten wir die Trogbrücken und bemerkten, dass der den Weserfluß überspannende Brückenteil ein anderes Aussehen als der restliche Teil hat. Anfang April 1945 sprengte diesen die deutsche Wehrmacht, um den Vormarsch der anrückenden amerikanischen Streitkräfte zu verhindern. Ab 1948 baute man diesen Teil der Trogbrücke von 1915 vereinfacht ohne Schmuckverzierungen wieder auf. Am rechten Weserufer zwischen Trogbrücken und Flußabzweigung zur Schachtschleuse etabliert sich ein Gewerbegebiet mit Industriehafen. Dazu gehört eine Firma, die Sauerteig für Großbäckereien herstellt. Nach Einfahrt in den nördlichen Vorhafen gewährte man vor uns die Einfahrt in die große neue Schachtschleuse einem großen Binnenschiff, das gemeinsam mit uns die 13,2 Meter Höhenunterschied zum Niveau des Mittellandkanales bewältigte. Die Schleusenkammer ist 139 Meter lang und 12,5 Meter breit. Der Schleusenvorgang dauerte etwa eine Viertelstunde, dabei wird das ablaufende oder zulaufende Wasser in 3 Sparbecken zwischengespeichert. Bei der Ausfahrt in den Kanal nahm das Binnenschiff die Route über die neue große Trogbrücke, wir über die mittlerweile über 100 Jährige an der Südseite. Wir passierten das Pumpwerk von 1915, hier wird Wasser aus der Weser in den Kanal befördert.(Pumpenleistung 16 Kubikmeter pro Sekunde) Nach etwa 400 Meter Fahrt über die Trogbrücke wendete das Schiff und fuhr über die neue Trogbrücke (fertiggestellt 1998) zurück zur Schleuse. Anmerkung: Durch den Ederstausee (fertig gestellt 1913) konnte die Schifffahrt auf Weser und Mittellandkanal durch dessen Wasserregulierung überhaupt erst ermöglicht werden. Die Rückfahrt weseraufwärts zum Ausgangspunkt "Minden Weserpromenade" erfolgte auf gleicher Strecke. Nach mehr als 2 1/2 Stunden - inzwischen gab es Kaffee und Kuchen an Bord - endete die Fahrt. Während der Rückfahrt zum Ziel "Weserpromenade" setzte ein starker Regenschauer ein. Nach Anlandung eilten wir schnell zun den Trogbrücken, darunter fanden wir Schutz vor Nässe. Ein Anruf zu unserem Busfahrer genügte, um ihn zum Denkmal des "Großen Kurfürsten" zu beordern, damit blieb und ein lange Fußweg während des mittlerweile zum "Landregen" gewordenen Schauers erspart. Gespräche während der Rückfahrt nach Braunschweig ergaben: Es war ein erlebnis- und erfolgreicher Tag.
Die Weserbrücke "Kaiserstraße" - über sie der Straßenverkehr am Denkmal des "Grossen Kurfürsten" vorbei in die Mindener Innenstadt - diente als Regenschutz.


Braunkohlwanderung Göddeckenrode-Isingerode

Es herrschte bestes Winterwetter mit Temperaturen um 0 Grad und Sonnenschein, die Landschaft war etwas mit Rauhreif "überzuckert", blauer Himmel bei strahlenden Sonnenschein, also "Kaiserwetter". Wir trafen uns an der Friedenseiche von 1871 auf dem Dorfplatz in Göddeckenrode, wo uns der Heimatpfleger Altenburger herzlich empfing. Mit ihm machten wir einen kurzen Dorfrundgang und besichtigten die barocke Kirche von 1718. Hier bewunderten wir einen wertvollen Schnitzaltar eines Hornburger Künstlers und eine noch gut erhaltenen Orgel. Anschließend führte uns Herr Altenburger durch die Heimatstube des bis 1989 im Sperrgebiet der innerdeutschen Grenze liegenden Dorfes mit heute nur noch 175 Einwohnern.
Die Wanderstrecke - etwa 4 km - durchquerte das "Grüne Band", ging zum Teil über den "Grenzplattenweg" und am "Eckerngraben" entlang nach Isingerode. Das Braunkohlessen im dortigen "Itschenkrug" war sehr gut, schmackhaft und reichlich. Bei der Wanderung zurück nach Göddeckenrode zeigte uns unser Mitglied Gerhard Liedtke (gebürtiger Isingeröder) den Göddeckenröder Friedhof außerhalb des Ortes auf der Anhöhe des östlichen Prallhanges des Oker-Urstromtales. Alle waren bester Laune nach dem gut organisierten Ausflug, als es mit eigenen PKW's in Fahrgemeinschaften in unsere Heimatorte zurückging.
Die Wandergruppe vor der Kirche in Göddeckenrode ...

... und während der Führung in der Kirche.


Führung "Giersbergwasserturm"

Der von Max Osterloh konstruierte Bau diente von 1902 bis 1988 der Wasserversorgung der Stadt Braunschweig. Vom Grundwasserwerk Bienroder Weg bzw. vom Wasserwerk Bürgerpark wurde das Trinkwasser in den Hochbehälter gepumt (Behälter gebaut von Firma Wilke-Werke BS). Vom höchsten Punkt der Stadt gelangte das Wasser vom Druckbehälter in die Haushalte Nach fast ausschließlicher Versorgung mit Harzer Talsperrenwasser (Grane und Ecker) benötigte man den Giersbergwasserturm ab 1988 nicht mehr. Seitdem führt er einen "Dornröschenschlaf". Dort eine Kunstausstellung unterzubringen, scheiterte, weil die Denkmalpflege dieses ablehnte.
Nach Besichtigung der Innenanlagen im Sockelgeschoss ging es über eine schmale Wendeltreppe zum "Aussichtsbalkon" in etwas über 50 Meter Höhe. Die Aussicht über die Stadt und ihre Umgebung war bei dem fast wolkenlosen blauen Himmel fantastisch, ein wirkliches Erlebnis.

Abends nach der Dämmerung wird der Turm mit Kunstlicht sehr wirkungsvoll angestrahlt. - Herzlichen Dank Herrn Klaus Wolf von BS-Energy für die Führung, hier die Besuchergruppe nach der Führung


Bootsfahrt auf der Oker

Bei herrlichem Wetter nahmen Vereinsmitglieder und einige Gäste (insgesamt 35 Personen) an der Bootsfahrt teil. Claus Wilske von der SEB und Heinz Kudalla von der Abteilung Bauordnung der Stadt fuhren uns mit vielen Informationen, insbesondere über die historischen Brückenbauwerke auf dem westlichen und ab Teilung im Bürgerpark über den östlichen Umflutgraben. Villen, Parkanlagen und vieles mehr erklärte uns Herr Heinz Kudalla sehr ausführlich. Unsere Stadt bietet mit seiner Okerumflut um die Innenstadt herum etwas einmaliges und ist unter deutschen Städten etwas besonderes.

Hier weitere Bilder.


Vogelkundliche Führung in den Braunschweiger Rieselfeldern mit Prof. Dr.-Ing. Ulrich Reimers

Bei bestem Wetter trafen sich 35 vogelkundlich Interessierte, um mit Dr. Reimers die Rieselfelder zu erkunden. Ausgestattet mit Ferngläsern und Spektiven konnten neben den oft zu beobachtenden Graugänsen, Blessrallen, Stock- und Reiherenten auch ein paar Besonderheiten gesehen werden. Bruchwasserläufer, Kiebitz und Flussregenpfeifer sieht man nicht so häufig.

Hier der Bericht.


Exkursion zum Kyffhäuser

Mit dem Bus fuhren wir auf den Autobahnen A39, A7 und A38, der zeitlich schnellsten Strecke, über Kelbra zum Parkplatz unterhalb des Kyffhäuserdenkmals. Wir begannen mit einem Rundgang zur Unterburg östlich des Denkmals. Hier sind Reste der einstigen Burg vorhanden, die 1934 bis 1936 vom Reichsarbeitsdienst ausgegraben und gesichert wurden. Es herrschte „Kaiserwetter“, den blauen Himmel krönten nur kleine Wölkchen. Nach dem Mittagessen führte uns eine Wanderung von 15 Minuten zum Eingang des Denkmal- und Museumsgeländes auf dem Kyffhäuserberg.

Hier der Bericht.


Führung: Der Braunschweiger Jödebrunnen und das Kontorhaus

Der Jödebrunnen lieferte über 500 Jahre frisches, kühles Wasser für die Brunnen auf dem Altstadtmarkt und dem Kohlmarkt. Er ist das älteste erhaltene mittelalterliche Dokument der Braunschweiger Wasserversorgung Jödebrunnen. Das 1899 errichtete Kontorhaus diente der am Westbahnhof gelegenen Holzhandlung Friedr. Brachvogel als Chefbüro. Mit 20 qm Fläche handelt es sich vermutlich um das kleinste freistehende Büro Deutschlands, seinerzeit in Nachbarschaft zum Jödebrunnen idyllisch gelegen. Udo Gebaur informierte ausführlich und interessant über die Geschichte.


Besichtigung „Heizkraftwerk“

Die Besuchergruppe vor dem großen Braunschweiger Heizkraftwerk: Aus Kohle wird elektrischer Strom und Fernwärme erzeugt. Dieses und vieles mehr erfuhren sie während der interessanten Führung.

Hier der Bericht.


Braunkohlwanderung

Die angemeldeten Mitglieder trafen sich im Ortskern von Lengde, sie waren mit eigenem PKW angereist. Trotz des widrigen ungemütlichen Wetters waren alle guten Mutes und "hüllten" sich in entsprechende Regenschutzbekleidung ein. Von Lengde aus ging es über einen anfangs asphaltierten Feldweg zum Waldrand des Harly. Der anschließende Aufstieg über laubbedeckten Wanderweg führte zum 256 m hoch gelegenen Harlyturm. Der Turm wird nur bis Ende Oktober bewirtschaftet. Nach kurzer Verschnaufpause wanderten wir bergab mit Halt an der August Kräuterhöhle zum Kloster Wöltingerode, dort trafen wir zwei weitere Mitglider. Im Klosterkrug ließen wir uns den Braunkohl mit Bregenwurst oder Kassler wohl schmecken. Anschließemd wanderten wir zurück nach Lengde.


Der Landesverein besuchte das Herzog-Anton-Ulrich Museum

Frau Dr. Heike Hümme führte uns und zeigte in 1,5 Std. die "Highlights" der weltberühmten Gemäldesammlung.


Fahrt in das Werratal

Nach zügiger Busfahrt über die A7 und ab Dreieck Drammetal über die Bundesstraße Richtung Eschwege erreichten wir nach 100 Minuten Witzenhausen. Zwei Stadtführerrinnen zeigten uns die schöne Fachwerkstadt, von der noch 2/3 der alten Stadtmauer erhalten sind. Viele Fachwerkhäuser, das älteste von 1470, sind gut gepflegt.
Über Oberrieden fuhren wir unter der großen Eisenbahnbrücke hindurch und entlang blühender Rapsfelder, abschließend über die 1999 errichtete neue Werrabrücke zum Stockmacherdorf Lindewerra. 25 Personen nahmen an der Führung im Stockmachermuseum teil, andere machten einen Dorfrundgang oder den kurzen Fußweg zur neuen Werrabrücke "Brücke der Einheit".
Auf der Fahrt über Eschwege, Wanfried und Treffurt zur Burg Normannstein erzählte der Exkursionsleiter einige Grenzgeschichten vom ehemaligen Grenzstreifen. Dann folgten viele dem Tipp, vom Bergfried in das Werratal zu schauen. Es lohnte sich, denn die Fernsicht war hervorragend. Auf den Schrift- und Bildtafeln im Treppenhaus erfuhr man viel über die Geschichte der Thüringer Burgen im Werratal.Für die Rückfahrt nach BS benötigten wir wegen geringen Verkehrsaufkommen nur zwei Stunden.

Hier weitere Fotos von der Exkursion.


Vortrag über den Baubeginn der heutigen Autobahn A2

Die Reichsautobahnstrecke von Braunschweig-West (heute BS-Watenbüttel an der B214) bis Lehrte, 32 km, war die erste der nahezu 500 km langen heutigen Autobahn A2. Dieser Autobahnabschnitt wurde am 21.03.1934 begonnen – mit einem propagandistischem Festakt an der Stelle der Brücke über die Straße Wendeburg-Rüper. Mit einem ähnlichen Festakt fand die Einweihung am 05.04.1936 an der Anschlussstelle Braunschweig-West statt. Aus Gespräche mit Zeitzeugen – auch schon vor Jahrzehnten – und aus eigenem Erleben berichtete der Wendeburger Gemeindeheimatpfleger Rolf Ahlers auch, dass Fußgänger (auch Schulklassen!), Radfahrer und Pferdefuhrwerke noch bis in die 1950er Jahre die Autobahn recht häufig überquerten. Der reichhaltige Lichtbildervortrag im Braunschweigischen Landesmuseum fand großes Interesse. Die in der anschließenden Diskussion gestellten Fragen wurden gleich beantwortet.


Unsere diesjährige Braunkohlwanderung führte uns ...

... entlang des Kleinen Fallsteins vom ehemaligen Bahnhof Hoppenstedt zur Fallsteinklause. 15 Wanderer trafen sich dort nach Anfahrt von Braunschweig um 10.00 Uhr. Anfangs war es recht neblig, Sichtweite etwa hundert Meter, Temperatur um 0 Grad, teilweise Rauhreif am Wegesrand. Unterwegs konnten wir am "Adonisröschenhang" eine Herde Schafe und Ziegen beobachten. Die Tiere ließen sich beim Fressen nicht stören, erstaunlich wie sich die Ziegen auch das Dornengestrüpp schmecken ließen.
Das Essen in der Fallsteinklause war vorzüglich. Die Wirtin lieh uns den Schlüssel für den Bismarck Aussichtsturm, vom Lokal wanderten wir etwa 20 Minuten dorthin. Am Nachmittag hatte sich der Nebel aufgelöst, die Sonne "schien aus allen Rohren", besser konnte das Wetter nicht sein.Wir genossen einn schönen Ausblick in das Harzvorland bis zum Brocken. Alle traten nach Rückkehr am Parkplatz zufrieden die Heimfahrt an.

Hier weitere Fotos von der Exkursion.


Stadtführung und Besuch der Härke-Brauerei in Peine

Bei spätsommerlichen Temperaturen machten sich 27 Interessierte am 27. September 2016 per Bahn auf den Weg in die 25 km entfernte Stahlstadt. Vom Bahnhof führte uns der Rundgang zunächst am Standbild des Ortsgründers, Gunzelin von Wolfenbüttel, vorbei in die Fußgängerzone. Von der neugotischen Jakobikirche ging es zum „Peiner Forum“. Gleich daneben wurden durch die Gerhard-Lucas-Meyer-Stiftung vorzeigbare Seniorenwohnungen errichtet. Viele überraschte mitten in der Stadt die „Töpfers Mühle“, heute als Jugendzentrum genutzt. Nur wenige kannten die verschiedenen Fachwerk-Bürgerhäuser, die in Peine ebenfalls erhalten geblieben sind.
Die in der Nähe liegende Kirche „Zu den Heiligen Engeln“, ein imposanter roter Backsteinbau, war Ziel einer kurzen Besichtigung. Weiter führte der Rundgang vorbei an den Gebäuden des Landkreises zum historischen Marktplatz. Eingerahmt von Geschäften, dem alten Rathaus, der Bronze-Plastik (aufgeschlagenes Buch über die Historie) und einer Skulptur des hiesigen Dichters Friedrich von Bodenstedt. Die Reste der seit 1130 bezeugten Burg des Grafen von Pagin bilden heute mit den Grünanlagen eine Oase zum Verweilen. Danach blieb noch Zeit zum Flanieren durch die seit 1971 bestehende Fußgängerzone.
Anschließend vermittelte uns eine Brauerei-Führung bei Härke einen Einblick in die Produktion. Übernommen wurde die Firma 2011 von der Einbecker Brauerei. Trotzdem wird jedoch der Gerstensaft noch nach den alten Härke-Rezepten hergestellt. Mit dem fröhlichen Beisammensein klang ein schöner Tag aus.
Hier die Reisegruppe auf dem historischen Marktplatz.


Betriebsführung durch das Kraftwerk Buschhaus am 6. September 2016

Kurzfristig kurz vor Stilllegung des Kraftwerkes konnte eine Besichtigung für die Mitglieder organisiert werden. Wir bildeten zum Teil Fahrgemeinschaften und trafen uns um 13 Uhr am Pförtnerhaus des Kraftwerkgeländes, wo 15 Besucher von Herrn Planke empfangen wurden. Zur Einführung zeigte er uns im Sitzungszimmer Film und eine "Powerpoint-Präsentation" zur Geschichte des Kraftwerkes, angefangen mit Gründung der Braunschweigischen Kohlebergwerke AG 1873, seinen Elektrizitätswerken Harbke und Offleben und Bau des Kraftwerkes Buschhaus, das 1985 den Betrieb aufnahm. An mehreren Modellen erklärte man uns den Transport der Braunkohle aus dem Tagebau Schöningen zum Kraftwerk und Funktion der Braunkohleverbrennung zur Stromerzeugung. Die Rauchgasentschwefelung, anfangs im Wellmann-Lord-Verfahren, 2002 auf ein verbessertes Verfahren umgerüstet, machte das Elektrizitätswerk zu einem der saubersten Deutschlands. Als Produkte fielen Gips und flüssiger Schwefel an, die man per Bahn über die Region hinaus lieferte.
Mit Schutzhelmen ausgerüstet machten wir einen einstündigen Gang durch das Betriebsgelände und standen dabei direkt unter dem Schornstein mit seiner Höhe von 300 Metern, aus dessen Schlot 99% reiner Wasserdampf quoll. Das Turbinenhaus durften wir aus Sicherheitsgründen nicht betreten, doch anhand einer ausgedienten Turbine und weiteren Ausstellungstücken konnten wir einiges über die Dimensionen im Kraftwerksblock erfahren.
Nach Übernahme der EON durch ein Konsortium aus Tschechien erhielten die etwa 150 verbliebenen Mitarbeiter nur noch 2/3 ihres Gehalts. Der "ausgekohlte" Braunkohlentagebau Schöningen stellte zum 1. September seine Förderung ein, die zum Kraftwerk über Förderbänder angelieferte Kohle sollte bis zum 30. September reichen.
Nach politischem Beschluss wird das Kraftwerk dem E-Verbundnetz bis 2020 "standby" zur Verfügung stehen, etwa 55 Beschäftigte verbleiben, zur Rekultivierung des Tagebaus und seiner Anlagen weitere etwa 80. Die Braunkohle wird zukünftig aus dem Leipziger Revier angeliefert, der zur Rauchgasentschwefelung benötigte Kalk weiterhin aus Rübeland im Harz. Danach wird das Kraftwerk "rückgebaut".
Die Müllverbrennung (Eigentümer ein Konsortium aus China) mit separatem Kraftwerk bleibt bis auf weiteres erhalten.
Nach dem Besuch des Kraftwerkes trafen wir uns im "Waldfrieden" oberhalb von Esbeck zu Kaffee und leckeren Kuchen. Dort genossen wir von der Terrasse nochmals Blicke zum bald selten dampfenden Schornstein.


Maritime und historische Erlebnisse

In die 230 km entfernte Hafenstadt Bremerhaven fuhr am 16. Juli 2016 eine Gruppe mit 36 Interessierten. Ausgebucht war diese Tagesreise bereits vier Wochen vor Beginn. Nach dreistündiger Zugfahrt erreichten wir an der Mündung der Weser die 140.000 Einwohner zählende Seestadt.

Hier der vollständige Bericht.


Exkursion nach Tangermünde 30.04.2016, Fotos: Dieter Heitefuß

Die Teilnehmer/innen unserer Exkursion:

Hier weitere Fotos von der Exkursion.


Helmstedt im Blickpunkt

Am 23.04.2016 machte sich eine Reisegruppe in unsere 35 km östlich gelegene Kreisstadt Helmstedt auf. Zunächst führte der Stadtrundgang zum einstigen Kloster St. Ludgeri (gegr. 952), welches die Entwicklung zur Stadt bewirkte. Pfarrer Alfred Merten (†2001) setzte sich dort - vorher wirkte er an St. Cyriakus (BS-Weststadt) - jahrelang für umfangreiche Sanierungsarbeiten ein. Der Besuch des Zonengrenzmuseums, neben der Kreisverwaltung, beeindruckte sehr. Die ehemalige Universität Juleum (1576-1810) ist besonders bekannt, ein prachtvoller Spätrenaissancebau, den wir bewunderten. Durch die Fußgängerzone (Neumärker Straße) erreichten wir den Hausmannsturm (1286), ein mittelalterliches Stadttor, ein Teil des Mauerrings. Hier werden samstags um 12.00 Uhr die Gäste durch Posaunen- und Trompetenklänge, vom Meister und Gesellen in traditioneller Tracht, vorgetragen. Danach war noch genug Zeit zum Mittagessen und durch die Stadt zu bummeln. Auf dem Marktplatz am Rathaus (Spätgotik, 1903-1906) trafen sich alle zum gemeinsamen Beisammensein im „Café Kaffeeklatsch“.


Jahreshauptversammlung 2016

Vorangegangen war der Lichtbildervortrag: Braunschweig der 1950er Jahre von Dieter Heitefuß, als Vorsitzender leitete er die anschließende Versammlung. Hier die anwesenden Jubilare, geehrt für langjährige Mitgliedschaft, von links:
Ekkehard Hillmar (60 Jahre), Hans-Werner Kopp (30 Jahre), Dr. Wigand Bohlmann (30 Jahre), Karl-Günter Schollmeyer (25 Jahre) und Dieter Heitefuß.

Die seit vielen Jahren angeregte Änderung des Vereinsnamens wurde im abgelaufenen Jahr vertieft diskutiert und ausführlich erläutert, siehe dazu:
Vortrag zum Thema "Namensänderung" als PDF.
Der Vorschlag "Braunschweigischer Landesverein Geschichte-Heimat-Natur e.V." wurde angenommen.


MAN in Salzgitter-Watenstedt war das Ziel

Am 8. März 2016 machte sich eine Gruppe auf den Weg. Ein spannender Blick hinter die Kulissen der Hightech-Fertigung vermittelten die vielfältigen Facetten der Marke MAN. Aufschlussreiche Hintergrund-Informationen über Geschichte und Innovation bereicherten den „Industrie-Ausflug“: So waren u.a. Kurbelwellenfertigungen und der Achsausbau Teil der Führung. Gezeigt wurde wie Rohkurbelwellen grundbearbeitet und – in weiteren Schritten – einbaufertig erstellt worden sind.
Aus Braunschweiger Sicht ist aufschlussreich, dass die Anfänge auf das von Heinrich Büssing (1843-1929) gegründete Werk an der Wolfenbütteler Straße (1903) zurückgehen. Die Spezialfabrik für Motorlastwagen und Omnibusse war lange ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor in der Region. 1960 kam es zur Gründung einer AG (Salzgitter + MAN), 1972 ist die Firma Büssing dann von MAN übernommen und die Produktion endgültig nach SZ-Watenstedt verlegt worden. Heute gehört MAN (Hauptsitz ist München) zum VW-Konzern. An Braunschweig erinnert noch der Burglöwe an der Kühlerhaube.


Unsere Braunkohlwanderung 2015 durch den Forst Liebenburg:

Zu unserer Überraschung mussten wir die Wanderstrecke verändern. Ein großer Teil des Waldgebietes war gesperrt, die Jägerschaft beanspruchte den Wald für eine Treibjagd. Wir verlegten den Startpunkt an das Thermalsolebad Salzgittter-Bad und wanderten vorbei am "Hasensprung" über die Trasse der ehemaligen Erzbahn zur Gaststätte "Waldcafé" zum gut mundenden Braunkohlessen. Zwei Mitglieder des Landesvereins kamen per PKW zum Essen dort hin. Auf dem Rückweg nahmen wir den steilen Berganstieg zum Schloss Liebenburg und bestiegen den Hausmannsturm, dem Rest der einstigen Burganlage und genossen eine gute Fernsicht. Ab 10.30 Uhr war sonniges und trockenes Wetter. 11 Wanderer traten gegen 16.00 Uhr zufrieden die Heimfahrt an.


Unsere Gruppenfahrt nach Hamburg am 05.09.2015

Kostengünstig mit "Niedersachsenticket" fuhren wir mit der Bahn bis Hamburg Hauptbahnhof und weiter mit öffenlichen Verkehrsmitteln. Erstes Ziel was das Hamburger Rathaus, danach gab es einen Spaziergang über Mönckebergstraße und Jungfernstieg. Nach dem Mittagesssen besuchte eine Dreiergruppe die Aussichtsplattform der St. Michaeliskirche (Michel). Um 14 Uhr trafen wir uns an der S-Bahnstation am der Mönckebergstraße und fuhren zu den St. Pauli-Landungsbrücken. Jeder hatte Zeit zur freien Verfügung, man konnte individuell durch den Elbtunnel zum südlichen Elbufer oder anderes unternehmen. Um 15 Uhr verabredeten wir uns zur Hafenrundfahrt auf einem Raddampfer und bewunderten große Schiffe an Werft und Reede, sahen auch die kurz vor der Fertigstellung befindliche Elbphilharmonie. Beeindruckt von dem gelungenen Tag trafen wir wieden in Braunschweig ein.


Exkursion nach Wettin / Saale

Unsere ganztägige Exkursion mit einem Reisebus nach Wettin an der Saale war für die Teilnehmer/innen ein informatives Erlebnis: Stadtführung in Wettin und Weinbergführung am Kelterberg bei Höhnstedt.


Ostfalen - seit 775, Urkundlicher Nachweis - Stimmungen - Ostfälisches Plattdeutsch

ISBN 978-3-932030-65-9, 176 Seiten, Preis: 15,00 €; E-Mail-Bestell-Adresse: heimat@bs-heimat.de


Unsere Braunkohlwanderung 2014 zum Bismarckturm auf den Lichtenbergen (Salzgitter Höhenzug):

15 Mitglieder unseres Landesvereins wanderten von Gebhardshagen (Bahnbrücke Nähe Haverlahwiese) aus mit. Unterwegs gab Dieter Heitefuß Erklärungen zum künstlichen Reihersee, einst Klärsee für die Erzvorbereitung SZ-Calbecht, heute Naturreservat. Auf den Kammweg begutachteten wir Grenzsteine (Inschrift "GzM"), die Bezeichnungen konnten wir bisher nicht klären. Es folgte das Braunkohlessen "Am Bismarckturm".


Das Braunschweigische Land im Blick von hundert Jahren

ISBN 978-3-937664-90-3, 224 Seiten


"AT" steht für das Zeichen "@"


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